Der Weg beginnt

Viele Jahre beschäftige ich mich nun mit dem Thema „Tiny House“. Dazu habe ich Foren besucht, mich Communitys angeschlossen und unzählige Seiten zum Thema auf verschiedenen sozialen Median abonniert.

Die Faszination „Tiny House“ kommt für mich dabei aus folgenden beiden Aspekten:

  1. Minimalismus: Unser typisch deutsches Leben ist geprägt von Überfluss, Materialismus und Dekadenz. Möglich wird das natürlich auch dadurch, dass wir viel Platz haben, den wir mit der Zeit auch nutzen. Die aktuellen Entwicklungen wie Energieknappheit, Ukrainekrise etc. zeigen deutlich, dass dieser Weg eine Einbahnstraße ist. Darum die Überlegung: Weniger Platz -> weniger Ballast im Leben.
  2. Nachhaltigkeit: Klassische Häuser versiegeln Fläche und benötigen viel Energie. Mittlerweile gibt es Wohnkonzepte, welche den Flächenverbrauch minimieren und pro Person weniger Energiebedarf aufweisen.

Nachdem ich anfänglich bei dem Schlagwort „Tiny House“ immer ein Konstrukt vor Augen hatte, das auf Rädern steht, hat sich mein Interessen immer mehr auf Objekte gerichtet, welche zwar beweglich, bzw. nicht fest mit dem Boden verbunden, aber dennoch nicht täglich von einem PKW durch die Gegend gezogen werden müssen.

Die letzten Wochen haben mir sehr deutlich vor Augen geführt, wie schade es ist, wenn man zwar Fläche zum Bebauen hätte, die Zeit aber noch nicht genutzt hat, hier Wohnraum zu schaffen. In unserem konkreten Fall ist es so, dass wir einen voll erschlossenen Bauplatz besitzen, dieser aber eben noch unbebaut ist, was zu Folge hat, dass wir jetzt keinen Wohnraum haben, mit dem wir z.B. ukrainische Flüchtlinge unterstützen können. Das ist einer der Gründe, warum wir jetzt vorhaben, Nägel mit Köpfen zu machen.